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Lifestyle (2. Säule)

by Riccardo Stadler

Lifestyle (2. Säule)

Wenn wir nur an ein paar Stellschrauben in unserem Lebensstil (Lifestyle) drehen, bewirken wir Positives und betreiben Prävention.

Vergleichen wir das Zusammenspiel der Muskulatur mit dem Zusammenspiel eines Orchesters, so kann es sein, dass eine verstimmte Geige das ganze harmonische Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht bringt. (Mosetter)

Take-Aways

  • Langes Sitzen wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus.
  • Störungen der Bewegungsgeometrie verursachen lokale und/oder ausstrahlende Schmerzen.
  • „Kraft in der Dehnung“ als optimale Strategie zur myofaszialen Regulation.
  • Passives Stretching wird durch ein aktives Muskellängentraining ersetzt.
  • Ein Großteil unserer Schmerzen und Beeinträchtigungen (Nackenschmerzen, Schulterschmerzen etc.) ist heute myofaszial bedingt.

Lange Sitzphasen sollten möglichst oft unterbrochen werden

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren herausgefunden, dass langes Sitzen (länger als 30 Minuten am Stück) ein eigenständiger Risikofaktor neben dem allgemeinen Bewegungsmangel ist. Es ist von enormer Wirkung auf unsere Gesundheit, wenn wir langes Sitzen immer wieder durch kurzzeitige Bewegungen unterbrechen, 1-2 Minuten genügen schon.

Die Kategorie Lifestyle überschneidet sich oftmals mit der Kategorie Bewegung, denn ein gesunder Lebensstil ist von ausreichender und regelmäßiger Bewegung geprägt. Hier stehen Faktoren und Potentiale zur Verbesserung und Beibehaltung eines gesunden Lebensstils zum Ausgleich unseres einseitigen (Büro-)Alltags, zur Schmerzprävention und Schmerztherapie oder für regelmäßige Bewegung im Fokus.

Störungen der Bewegungsgeometrie verursachen lokale und/oder ausstrahlende Schmerzen

Ein körperlich-muskuläres Ungleichgewicht kann Schmerzen verursachen. Wenn die Symmetrie des Bewegungsapparats gestört ist, verursachen die muskulären Verbindungen (Muskelmeridiane) anderswo Fehlspannungen und Schmerzen. Wenn zum Beispiel der Armbeuger verkürzt ist kann es zu Beeinträchtigungen in Hand oder Schulter kommen. Wenn man nun diese (Fehl-)Spannungen behandelt und reguliert, werden die entsprechenden funktionellen und muskulären Verbindungen und Kraftlinien des Körpers beeinflusst: Eine verkürzte Bauch- und Brustmuskulatur, welche reguliert wurde, hemmt nicht mehr die freie Beweglichkeit in Brust und Arm.

Störungen der Bewegungsgeometrie verursachen also lokale und/oder ausstrahlende Schmerzen. Die Regulation der Bewegungsgeometrie in ihre ursprüngliche Form löst den Schmerz wieder. Indem man also die Störungen im Gesamtnetz behandelt, therapiert man indirekt und ursächlich auch den Bereich der Schmerzsymptomatik.

KiD-Übungen als optimale Strategie zur myofaszialen Regulation

Die Kraft-in-der-Dehung (KiD) – Übungen aus der Myoreflextherapie können Störungen der Bewegungsgeometrie optimal wieder regulieren. Dies geschieht in einer aktiven Dehnbelastung, in dieser der Muskel aktiv ist und im endgradigen Bereich zusätzlich belastet wird. So können die meisten faszialen Anteile gedehnt und stimuliert werden.

Für einen gesunden Körper wollen wir möglichst viele elastische Fasern, was wir durch eine dynamische Muskelanforderung erreichen. Die Anforderung an den Muskel sollte zum einen kraftaufbauend und zum anderen dehnend sein. Das Prinzip der KiD-Übungen vereint dies, indem der Muskel in maximal mögliche Länge gedehnt wird und dort gegen einen minimalen Widerstand arbeitet. Das Ergebnis sind lange und funktionierende Muskeln anstatt dicke.

Die KiD-Übungen bezwecken Bedarfsmeldungen an das Gehirn, welche mit entsprechenden Anpassungen beantwortet werden. Diese Trainingsanpassungen spiegeln sich in der Länge der Muskel- und Faszien-Ketten und damit in der körperlichen Beweglichkeit wider.

Passive und isolierte Dehnungen hinterlassen wenige Spuren im Gehirn

Mittlerweile wissen wir aus der modernen Hirnforschung, dass passive und stereotypische Dehnungen keine nachhaltigen Effekte zeigen und im Gehirn nur wenige Spuren hinterlassen. Stattdessen produzieren aktive Stretch-Übungen gegen Widerstand Bedarfsmeldungen an das Gehirn und werden mit den entsprechenden positiven Anpassungen beantwortet.

Diese Konzepte richten sich ebenfalls nach der Methode der aktiven Dehnung

Passives Stretching wird durch ein aktives Muskellängentraining ersetzt. Alle drei Konzepte (KiD-Übungen, five-Konzept und Flexx-Zirkel) können zur Schmerzreduktion, Gesundheitsvorsorge, Prävention sowie Leistungsoptimierung eingesetzt werden. Am besten eigenen sie sich meiner Meinung nach jedoch als optimalen Ausgleich zu unserem Alltag in Form aktiver Pausen über den ganzen Tag verteilt.

Das myofasziale Schmerzsyndrom

Ein Großteil unserer Schmerzen und Beeinträchtigungen (Nackenschmerzen, Schulterschmerzen etc.) ist heute myofaszial bedingt. Myofasziale Schmerzen beschreiben die Art Schmerzen, welche durch eine Störung der Muskeln und den umgebenden Faszien ausgelöst werden. Die Triggerpunkte sind Symptomatiken eines myofaszialen Schmerzsyndroms. Das sind deutliche Verhärtungen in unserer Skelettmuskulatur, welche sehr druckempfindlich sind.

Das myofasziale Schmerzsyndrom wird weder durch Entzündungen noch Krankheiten verursacht. Auslöser (=Trigger) sind vielmehr einseitige Belastungen, Sportverletzungen, Bewegungsmangel, Stress oder eine schlechte Ernährung. Dabei kommt es zu einer fehlerhaften Mineralstoffversorgung, was eine lokale Dauerkontraktion auslöst.

Die Triggerpunkte verursachen nicht nur lokale Schmerzen, sondern können auch in andere Körperregionen ausstrahlen. Zum Beispiel kann die Quelle für Schulterschmerzen auch oft im unteren Rücken, Knien oder sogar Füßen liegen.

Meine Empfehlung: Triggerdinger Mobility

  • Kombination aus Triggern und Mobilitätsübungen

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