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PREHAB – Die optimale Performance Pyramide

by Riccardo Stadler

PREHAB – Die optimale Performance Pyramide

Mit der Optimierung grundlegender funktioneller Bewegungsmuster präventiv die Leistung steigern 

Take-Aways

  • Basics First!
  • Prehab bedeutet auch das Trainieren und Optimieren funktioneller Bewegungsmuster.
  • Die optimale Performance Pyramide hat als Fundament das „Functional Movement“.
  • Don´t train on Dysfunction. First move well, then move often! 

Die Prävention spielt bei aktiven Menschen und Sportlern eine immer größere Rolle. So bedeuten beispielsweise steigende Teilnehmerzahlen und ein extrem komplexes Anforderungsprofil im Jugendfußball eine steigende Anzahl an Verletzungen. Schneider et al. (2013) untersuchten 1110 jugendliche Fußballspieler (Jungen n = 841; Mädchen n = 269) im Alter von 12 – 19 Jahren aus 60 süddeutschen Vereinen. Die Gesamtanzahl der Verletzungen belief sich auf 2373 und die Verletzungshäufigkeit auf 2,85 bei den männlichen und 7,10 bei den weiblichen Athleten. Dabei stellte die untere Extremität mit 70% die häufigste Lokalisation dar. 

Einen Anstieg des athletischen Anforderungsprofils ist in nahezu allen Sportarten zu beobachten. Deswegen sollten auch vermehrt präventive Maßnahmen als Verletzungsprophylaxe (u.a. intensives Warm-up) vor dem Wettkampf, aber besonders auch vor dem Training genutzt werden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren (Schneider et al., 2013).

Neben präventiven Maßnahmen wie ein intensives Warm-up oder ausreichend Schlaf spielt ein funktionelles physiologisches Fundament eine mindestens genauso große Rolle. Hohe sportliche Belastungsspitzen oder technische Fertigkeiten unter starker Belastung benötigen ein stabiles Fundament. Cook et al. (2006) entwickelten dazu eine Pyramide einer optimalen Performance, unabhängig ob es sich dabei um Athleten oder Freizeitsportler handelt (Abb.1).

  • Basics First!

Erst wenn das Fundament, die grundlegenden Bewegungsmuster, die Mobilität, die Stabilität und die Sensomotorik ausreichend ausgeprägt sind, können unsere funktionelle Performance und unsere funktionellen Skills sich optimal entfalten (Abb.2).  

Ein Großteil unserer Bewegungsmuster finden im zentralen Nervensystem (ZNS) statt. Deshalb müssen wir erst unsere Bewegungsmuster bewusst verändern, um sie dann bei jeder Übung und im Wettkampf auch beizubehalten.

Unser „Functional Movement“ stellt die Basisfunktion und somit die Voraussetzung für eine optimale und nachhaltige Performance dar. Indem wir dessen Eigenschaften trainieren, optimieren wir nicht nur unsere Leistung, sondern betreiben zeitgleich auch Prehab.

Bei der „over- powered“ Performance Pyramide sind die grundlegenden funktionellen Bewegungsmuster der Athleten schwach ausgeprägt und werden über die Performance kompensiert. Dieses Kompensation führt kurzfristig zu einem Verlust der Leistungsfähigkeit und langfristig zu Verletzungs- und Überlastungsschäden. 

  • Don´t train on Dysfunction. First move well, then move often! 

Literaturverzeichnis

  • Cook, G., Burton, L., & Hoogenboom, B. (2006). Pre-participation screening: the use of fundamental movements as an assessment of function – part 1. North American journal of sports physical therapy: NAJSPT1(2), 62–72.
  • Cook, G., Burton, L., & Hoogenboom, B. (2006). Pre-participation screening: the use of fundamental movements as an assessment of function – part 2. North American journal of sports physical therapy: NAJSPT1(3), 132–139.
  • Schneider, A et al. (2013). Verletzungen bei männlichen und weiblichen Jugendfußballern. Sportverl Sportschad 2013; 27: 34–38. doi: 10.1055/s-0032-1330764 

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