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Krafttraining wirkt neuroprotektiv und stellt ein essenzielles Gesundheitstool dar

by Riccardo Stadler

Krafttraining wirkt neuroprotektiv und stellt ein essenzielles Gesundheitstool dar

Günstige Auswirkungen auf Gehirnstoffwechsel und Psyche

„Was du dir abläufst auf dem Schuh, das fließt dir geistig doppelt zu!“

Goethe

Take-Aways

  • Krafttraining verursacht einen Anstieg der Gehirndurchblutung und fördert die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses.
  • Die Psyche wirkt sich auf unsere Physis aus und umgekehrt.
  • Krafttraining besitzt eine antidepressive Wirkung.

Im Allgemeinen wirkt sich jede Form von hoher körperlicher Aktivität, insbesondere ein (intensives) Krafttraining, stimmungsaufhellend und motivierend auf unser Befinden aus.

Krafttraining verursacht einen Anstieg der Gehirndurchblutung und fördert die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses

Durch eine dynamische Muskelarbeit (Muskellänge und Muskeltonus verändern sich unter gleichzeitiger konzentrischer und exzentrischer Muskelaktion) während des Krafttrainings kommt es zu einem massiven Anstieg der regionalen Gehirndurchblutung (bis zu 50%). Bei rein statischer (isometrischer) Muskelarbeit hingegen, kommt es zu keinem Anstieg der Gehirndurchblutung.

Kombiniert man die dynamische Muskelarbeit noch mit koordinativ anspruchsvollen Übungen, wirkt sich das Krafttraining außerdem positiv auf die Leistung unseres Kurzzeitgedächtnisses aus. Durch koordinativ anspruchsvolle Übungen an Zugseilen oder Hanteln kommt es unter anderem zu einem Wiederaufbau der Spines (Dornfortsätze) an unseren Nervenzellen im Gehirn (Gottlob 2020).

Die Psyche wirkt sich auf unsere Physis aus und UMGEKEHRT

Ein Grund für ein Krafttraining ist unter anderem die Haltungsverbesserung. Eine langfristige Haltungsverbesserung kann nämlich unser Selbstbewusstsein fördern. Denn unsere Psyche beeinflusst die Körperhaltung, aber auch die Physis (die Körperhaltung) kann unsere Psyche beeinflussen.

  • Eine aufrechte und kraftvolle Körperhaltung besitzt einen günstigen Einfluss auf unsere Psyche.

Besonders intensives Krafttraining verursacht hohe Laktatanhäufungen in den jeweiligen belasteten Körperregionen. Das Laktat wiederum führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Endorphinen, welche letztendlich  eine Steigerung des körperlichen Wohlbefindens bewirken (Gottlob 2020).

Steigerung der Körperwahrnehmung und eine antidepressive Wirkung

Weitere positive Effekte eines langfristigen Krafttrainings sind die Verbesserung und Kontrolle von Angstzuständen, sowie die Senkung von Depressionsraten bei Personen mit erhöhter Neigung zu Depressionen.

  • Krafttraining besitzt eine antidepressive Wirkung.

 Durch die Selbsterfahrung und gesteigerte Körperkraft steigert sich oftmals auch das Selbstwertgefühl, das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung (Gottlob 2020).

Die meisten Studien der letzten zwei Jahrzehnte beschäftigen sich mit den neuroprotektiven Effekten von aerobem Training. Mittlerweile wird der Fokus der wissenschaftlichen Studien in diesem Bereich auf das Krafttraining gelegt, da bereits massive positive Effekte eines intensiven Krafttrainings auf die Gehirnplastizität sowie die neuroprotektiven Effekte belegt werden konnten (Broadhouse et al. 2020).

  • Krafttraining wirkt sich neuroprotektiv aus und stellt ein essentielles Gesundheitstool dar.

Literaturverzeichnis

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